Schwangerschaftsbegleitung (Schwangerschaft und Mutter-Kind-Pass)

Die Schwangerschaft ist etwas ganz Besonderes für die werdende Mutter. Die erste Untersuchung zur exakten Bestimmung der Schwangerschaftswoche ist zirka 7 Wochen nach der letzten Regel sinnvoll. Sobald  die kindliche Herzaktion per Ultraschalluntersuchung nachgewiesen werden kann, wird ein Mutter – Kind – Pass ausgefüllt und auch sämtliche vorgeschriebenen Laboruntersuchungen direkt in meiner Ordination durchgeführt.
Selbstverständlich bekommen Sie  auch eine Bestätigung der Schwangerschaft bzw. Angabe der Schwangerschaftswoche für Ihren Arbeitgeber. Sie können hier bereits selbst Ihren Geburtstermin berechnen indem Sie den 1.Tag der letzten Regel im Schwangerschaftsrechner eingeben.

In der Schwangerschaft kommt es zu zahlreichen Veränderungen des weiblichen Organismus. Für die werdende Mutter entstehen daher viele Fragen, die wir dann gemeinsam bei einer ausführlichen Schwangerschaftsberatung (60 Minuten) besprechen. Gerne ist auch Ihr Partner zu diesen zirka 4 – 5 wöchigen Schwangerschaftskontrollen eingeladen.

Hier entsteht bereits in der Frühschwangerschaft eine engere Beziehung des Kindesvaters zum Nachwuchs durch die Beobachtung der kindlichen Aktivitäten bei der Ultraschalluntersuchung, der sogenannten Sonographie. Selbstverständlich erhalten Sie auch zahlreiche Ultraschallfotos mit nach Hause. Wenn gewünscht, können die Bilder auch auf USB Stick gespeichert werden oder auch kurze Videosequenzen der Ultraschalluntersuchung Ihres Kindes im Mutterleib für Sie aufgezeichnet werden.

Oberste Ziele der Schwangerschaftsbetreuung sind ein gesundes Baby und Ihr Wohlbefinden während der Schwangerschaft. Um dies zu verwirklichen gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, die eine mögliche Risikoschwangerschaft möglichst früh erkennen sollen um auch eine wirksame Behandlung etwaiger Schwangerschaftsbeschwerden einleiten zu können.

Wann sollte ich eine Gynäkologin aufsuchen, wenn ich bereits weiß, dass ich schwanger bin?

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft! Prinzipiell ist anzunehmen, dass alles in Ordnung ist, sofern Sie nicht bluten und keine Schmerzen haben. Natürlich ist es eine sehr aufregende Zeit und man möchte am liebsten sofort die Gynäkologin aufsuchen, aber frühestens in der siebten Schwangerschaftsowche (besser in der achten Schwangerschaftswoche) kann man die Herzaktion des Embryos sehen und damit eine lebensfähige Schwangerschaft nachweisen. Sollte Ihnen sehr übel sein, oder sollten Sie Bauchschmerzen haben, suchen Sie uns bitte früher auf.

Wie komme ich zum Mutter-Kind-Pass bzw. wo kann ich den beantragen?

Selbstverständlich stelle ich den Mutter-Kind-Pass für Sie gerne aus, sobald ich eine Herzaktion und damit eine lebensfähige Schwangerschaft nachweisen kann. Sie bekommen bei mir auch die Schwangerschaftsbestätigung für Ihren Arbeitgeber.

Muss der Mutter-Kind-Pass bei jeder Schwangerschaftsuntersuchung mitgenommen werden?

Ja, unbedingt! Ihr Mutter-Kind-Pass ist ein amtliches Dokument, in dem alle Untersuchungen eingetragen werden. Sie sollten diesen in der gesamten Schwangerschaft stets mit sich führen, damit im Falle von Komplikationen jeder Arzt sich ein Bild über Ihre Schwangerschaft machen kann.

Wie oft ist ein Frauenarztbesuch in der Schwangerschaft sinnvoll?

Laut Mutter-Kind-Pass sind 6 Untersuchungen vorgeschrieben. Diese Untersuchungen müssen Sie unbedingt durchführen, um nach der Geburt das Kindergeld beziehen zu können. Die Termine werden so gelegt, dass all diese Untersuchungen bestätigt werden können. Gerade in der Anfangsphase der Schwangerschaft, ist der Kontrollintervall jedoch sehr lang - nämlich bis zu 10 Wochen. Fast alle schwangeren Frauen haben den inneren Wunsch zumindest einmal pro Monat eine Kontrolle durchführen zu lassen. Bei Risikoschwangerschaften (Blutungen, Schwangerschaftshochdruck, Schwangerschaftszucker, vorzeitigen Wehen…) ist ein kürzeres Kontrollintervall medizinisch sinnvoll und anzuraten.

Wie lange dauert eine Schwangerschaftsuntersuchung?

Durch meine beinahe 20-jährige Erfahrung als niedergelassene Gynäkologin hat es sich bewährt, eine Stunde für eine solche Schwangerschaftsuntersuchung einzuplanen. Gerade in der ersten. Schwangerschaft hat das werdende Elternpaar viele Fragen. Auch Ihr Partner ist gerne eingeladen, zu diesen Untersuchungen mitzukommen. Gerade in der Frühschwangerschaft in der man noch keine Kindesbewegungen spürt aber schon so viel sieht begeistert dies alle sehr. Im Rahmen dieser einstündigen Untersuchung wird auf alle Ihre Fragen eingegangen und es werden auch sämtliche notwendige Untersuchungen (Blutdruckmessung, Harnanalyse, Blutabnahme, Vaginalultraschall aber auch Abdominalultraschall) und Zuweisungen durchgeführt. Natürlich fertigen wir auch Fotos von Ihrem Baby an, die Sie sowohl in Papierform aber (bitte bringen Sie einen USB-Stick mit) auch digital erhalten.

Ist es möglich, dass Sie mich persönlich durch meine gesamte Schwangerschaft bis hin zur Geburt begleiten?

Sehr gerne begleite ich Sie durch die gesamte Schwangerschaft und natürlich auch zur Geburt. Dies ist allerdings nur ab der 36. Schwangerschaftswoche in den Privatkrankenhäuser (Döblinger Privatklinik, Rudolfinerhaus, Goldene Kreuz) in Wien möglich. Sollte es schon früher zu Wehentätigkeit oder anderen Komplikationen kommen, ist es medizinisch sinnvoller in einem Schwerpunktkrankenhaus an dem auch eine neonatologische Intensivstation eingerichtet ist, zu entbinden. Dies sind in Wien das AKH, SMZO und das Wilhelminenspital. Da ich selbst im Universitätsklinikum St. Pölten arbeite, welches 14. Kinderintensivbetten hat, könnte die medizinische Betreuung, wenn Sie dies wünschen, auch dort fortgeführt werden.

Wie hoch sind die Kosten einer Geburtsbegleitung?

Viele Frauen die eine oder mehrere Schwangerschaften planen schließen bereits mindestens 6 Monate davor eine Zusatzversicherung ab und bekommen dadurch sämtliche Kosten während der Schwangerschaft und auch die Geburtsbegleitung durch mich vollständig von ihrer Zusatzversicherung refundiert bzw. übernommen. Sollten Sie erst in der Schwangerschaft die Möglichkeit einer Zusatzversicherung in Erwägung ziehen, ist dies mit höheren Kosten verbunden aber prinzipiell möglich. Meist muss man auch das Kind und den Partner für mindestens 3 Jahre zusatzversichern. Ist Ihnen diese Variante zu kostenintensiv, besteht auch die Möglichkeit die Kosten selbst zu übernehmen. Diese belaufen sich, wenn man eine Grundversicherung in Österreich hat, auf ca. €3500 bis €4000. Dabei ist das Krankenhaus samt eventueller Operation, 5 Tage Spitalsaufenthalt, die Hebamme, der Kinderarzt, die Anästhesie und auch mein Honorar inkl. 5 Tage persönlicher Visite enthalten. Besteht in Österreich keine Grundversicherung müssen Sie mit Mehrkosten von ca. €2000 rechnen.

Wie groß sind die Narben nach der Durchführung eines Kaiserschnitts?

Die Schnittführung beim Kaiserschnitt (Sectio caesarea) liegt ca. 2 cm über dem Schambein und ist ca. 10 cm lang. Der Schnitt liegt also noch in der behaarten Zone und ist nach einem Jahr kaum sichtbar. Die Länge des Schnittes ergibt sich aus dem Kopfquerdurchmesser zum Zeitpunkt der Geburt üblicherweise 10 cm beträgt.

Welche Vorteile bzw. Nachteile bietet eine normale- bzw. eine Geburt durch Kaiserschnitt?

In Österreich liegt die Kaiserschnittrate mit ca. 30% etwas über dem europäischen Durchschnitt von 24,5%. In Nordamerika liegt die Rate bei 32% in Südamerika gar bei 41%. Die spontane Geburt ist bei uns in primär die bevorzugte Variante, endet jedoch in ca. 15% in einem Kaiserschnitt. Die durchschnittliche Geburtsdauer beim ersten Kind beträgt ca. 12 Stunden und ist nicht planbar. Mit Erfahrung versuchen Hebamme und Geburtshelfers diese Zeit für Sie möglichst angenehm und kurz zu halten, indem sie Ihnen je nach Befund Akupunktur, Homöopathie, diverse Lagerungen, Schmerzinfusionen, Badewanne oder Epiduralanästhesie anbieten. Nach der Geburt ist man zwar erschöpft, kann jedoch sogleich das Kind in den Arm nehmen, kuscheln und auch stillen versuchen. Nach einmal schlafen geht es einem in der Regel wieder gut und kann sich auch selbst um sein Kind kümmern. Zirka 15% aller Kaiserschnitte in Österreich sind im Voraus geplant. Jeder, auch Sie und Ihr Partner, können sich gut darauf einstellen. Natürlich sind stets alle bemüht die Atmosphäre im OP menschlich zu gestalten und auch das Kind wird Ihnen nach einer kurzen kinderärztlichen Untersuchung zum kuscheln und erstem Stillen auf die Brust gelegt (Sectio Bonding). Auch ist die Komplikationsrate beim geplanten Kaiserschnitt etwas geringer als beim Notkaiserschnitt. Man hat jedoch eine Narbe und doch etwas mehr Schmerzen als eine Spontangeburt. Die eigenständige Versorgung des Kindes läuft etwas verzögert an. Durch die Kaiserschnittnarbe kann es eventuell bei späteren Schwangerschaften zu Einschränkungen im Geburtsmodus kommen (keine neue Schwangerschaft im ersten Jahr) sowie auch zu Beschwerden bei der Mutter durch Verwachsungen.

Tags: Schwangerschaftsbegleitung , Schwangerschaft, Ultraschalluntersuchung

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